Ernährungsstörungen
Krankheiten, die mit der Störung der Nahrungsaufnahme (Fehl- oder Mangelernährung) verbunden sind, wie Adipositas, Magersucht und Bulimie. Ernährungsstörungen können Erkrankungen des Stoffwechsels nach sich ziehen. Bei Kindern führen Ernährungsstörungen zu Gedeihstörungen.
Ernährungszustand (EZ, Ernährungsstatus)
Durch die Ernährung bedingter Körperzustand eines Menschen oder ganzer Bevölkerungsgruppen. Der Ernährungszustand ist abhängig von Alter, Geschlecht, Krankheiten, Essgewohnheiten, Kultur, Beruf, Klima und körperlicher Tätigkeit. Anhand der Körpergröße und des Gewichts oder der Dicke der Hautfalten schätzt der Arzt den Ernährungszustand des Patienten ein. Ein objektiver Messwert ist der Body-Mass-Index (BMI).
Erröten
Plötzliche Rötung der Haut, v.a. im Gesicht. Die Haut rötet sich dadurch, dass die Haargefäße (Kapillaren) der obersten Hautschicht sich erweitern. Einerseits lösen Gefühle wie Scham, Freude oder Zorn Erröten aus, andererseits auch Wärme oder mechanische Reize, die das vegetative Nervensystem anregen.
Erregbarkeit
- Fähigkeit eines Muskels, sich nach einem elektrischen Reiz zusammenzuziehen.
- Fähigkeit eines Organismus, auf Veränderungen wie Hitze, Kälte oder Helligkeit zu reagieren. Die Sinnesorgane nehmen die Information auf und leiten sie über das Nervensystem zum Gehirn weiter. Das Gehirn verarbeitet die Information und steuert die Reizantwort. Seelische Störungen oder Gehirnerkrankungen gehen häufig mit einer verminderten oder gesteigerten Erregbarkeit einher.
Erregungsrückbildungsstörung
Krankhafte Rückbildung der im Sinusknoten gebildeten Herzerregung, die der Arzt im EKG erkennt. Erregungsrückbildungsstörungen weisen auf Durchblutungsstörungen des Herzmuskels hin.
Ersatzdroge
Wirkstoffe, die bei Drogenabhängigen Entzugssymptome unterdrücken und so den Entzug erleichtern. Das künstlich hergestellte Opiat Methadon etwa lindert die körperlichen Symptome bei ausbleibender erneuter Einnahme von Heroin für mehrere Stunden, erzeugt aber im Gegensatz zu Heroin keine Rauschzustände, sodass die Gier nach Heroin bleibt. Da die Behandlung mit Ersatzdrogen die Abhängigen langfristig von ihrer Droge entwöhnen, sie wieder in die Gesellschaft integrieren und den Teufelskreis von Abhängigkeit, sozialer Verelendung und Beschaffungskriminalität durchbrechen soll, wird nach anderen, besseren Ersatzdrogen gesucht.
Ersatzrhythmus
Herzrhythmus bei Ausfall des Sinusknotens (elektrischer Taktgeber des Herzens) oder Störung der Erregungsleitung im Herzen. In diesem Fall geht der Herzrhythmus vom AV-Knoten (elektrische Schnittstelle zwischen den Herzvorhöfen und Herzkammern) oder tiefer gelegenen Abschnitten des Erregungsleitungssystems des Herzens aus. Die Medizin unterscheidet:
- Supraventrikuläre Ersatzrhythmen: Ersatzrhythmen, die im Vorhof oder AV-Knoten entstehen und eine Frequenz von 40 bis 60 Schläge pro Minute haben.
- Tertiäre Ersatzrhythmen (Kammerersatzrhythmus): Ersatzrhythmen, die von der Herzkammer ausgehen und einsetzen, weil die Überleitung vom Vorhof zur Kammer blockiert ist. Die Frequenz beträgt 30 bis 40 Schläge pro Minute.
Erstgebärende (Primipara)
Frau, die zum ersten Mal gebärt. Bei Erstgebärenden rutscht der Kopf des Kindes bereits einen Monat vor der Geburt ins Becken ein. Die Geburt dauert mit durchschnittlich 10-13 Stunden länger als bei Mehrgebärenden, bei denen die durchschnittliche Geburt 6-8 Stunden dauert.
Erstickung
Tod durch Sauerstoffmangel. Ein Patient erstickt innerlich, wenn der Sauerstofftransport im Blut oder in den Körperzellen gestört ist, wie es bei Erkrankungen der roten Blutkörperchen oder bei einer Blausäurevergiftung der Fall ist. Er erstickt äußerlich, wenn Atemwege, Atemmuskulatur oder der Brustkorb blockiert, gelähmt oder gequetscht sind, etwa bei Entzündungen oder Erhängen. Auf den Atemstillstand folgt nach spätestens 5 Minuten der Kreislaufstillstand.
Erstverschlimmerung
Vorübergehende Verstärkung von Krankheitssymptomen zu Beginn der naturheilkundlichen Behandlung. In der Homöopathie ist die Erstverschlimmerung Zeichen dafür, dass der Heilpraktiker ein geeignetes Mittel gewählt hat und dieses wirkt. Erstverschlimmerungen sind auch beim Fasten und im Rahmen von Kuren bekannt.