Hormonrezeptor
Andockstelle für Hormone an der Oberfläche der Zelle oder des Zellkerns. Die Bindung zwischen Hormon und Hormonrezeptor löst in der Zelle eine Reaktion aus, die je nach Hormon oder Hormonrezeptor unterschiedlich aussehen kann.
Horner-Syndrom (Horner-Trias, Horner-Symptomenkomplex)
Drei Krankheitssymptome, die gemeinsam auftreten, wenn Nervenbahnen des sympathischen Nervensystems beschädigt und dadurch die beiden Augenmuskeln gelähmt sind, die für die Lidhebung und Pupillenverengung zuständig sind:
Hornhautdegeneration
Ein- oder beidseitige Veränderung der Augenhornhaut (Kornea) durch höheres Lebensalter oder Augenerkrankungen. Dabei sind Funktion, Struktur und Transparenz der Hornhaut gestört.
Hospitalismus
Alle Schädigungen, die bei einem Menschen auftreten, der längere Zeit in einem Krankenhaus oder Heim verbringen muss.
- Infektiöser Hospitalismus: Infektionen durch krankenhaustypische Erreger, die gegen viele Antibiotika unempfindlich sind, und die Folgen der Infektionen
- Psychischer Hospitalismus: psychische Schädigungen, die durch mangelnde Zuwendung bei Kindern und Langzeitpatienten in Krankenhäusern und Heimen auftritt.
Humangenetik
Lehre von der Vererbung beim Menschen. Dabei geht es darum, wie sich genetische Merkmale beim Menschen vererben, was die Ursache genetischer Krankheiten ist und wie man diese Krankheiten vermeiden bzw. behandeln kann.
Hungeratrophie
Schrumpfung von Geweben oder Organen wegen chronischer Unterernährung. Um sich der schlechten Versorgungslage anzupassen, verkleinern sich die Zellen oder werden insgesamt weniger.
Hungerazidose
Übersäuerung des Blutes, weil dem Körper zu wenig Kohlenhydrate zugeführt werden. Als Ersatz verbrennt der Körper Fett; dieser Vorgang wird auch Lipolyse genannt. Dabei entstehen Ketonkörper wie Acetessigsäure, Betahydroxybuttersäure und Aceton, die zur Übersäuerung (Azidose) führen.
Hungerödem
Wassereinlagerung im Bindegewebe zwischen den Zellen, weil im Körper zu wenig Eiweiß, insbesondere Albumin (Hypalbuminämie), vorhanden ist. Da die Albuminkonzentration im Blut normalerweise höher ist als im Gewebe, bleibt das Wasser in den Körpergefäßen. Bei Hypalbuminämie ist die Albuminkonzentration im Gewebe höher als in den Gefäßen, sodass das Wasser dem Konzentrationsgefälle folgend aus den Gefäßen in das Gewebe austritt.
Hungerosteopathie (alimentäre Osteopathie)
Knochenschädigungen aufgrund von Erkrankungen wie Knochenerweichung (Osteomalazie) und Knochenschwund (Osteoporose), die durch Mangelernährung auftreten, vor allem durch zu wenig Eiweiße, Kalzium und Vitamin D.
Hungerstuhl
Schwarzbrauner oder grünlicher, wässriger Stuhlgang mit wenig Substanz bei Unterernährung, besteht hauptsächlich aus Schleim und Darmzellen.