Nickel
Silbrig glänzendes Metall, das der Körper als Spurenelement benötigt, um seine Erbinformation zu stabilisieren, Eisen zu verwerten und den Zuckerstoffwechsel zu regulieren. Der Tagesbedarf liegt bei 0,2-0,5 mg. Pflanzliche Nahrung ist generell reicher an Nickel als tierische. Nickel ist auch ein häufiger Auslöser von allergischen Hautausschlägen. Nickel ist ein beliebter Bestandteil von Schmuck, Gürtelschnallen oder Hosenknöpfen.
Nidation
Einnisten der befruchteten Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut ungefähr 6 bis 7 Tage nachdem Spermie und Eizelle verschmolzen sind. Da die Befruchtung meistens zum Zeitpunkt des Eisprungs (also am 15. Tag im Zyklus der Frau) stattfindet, fällt die Nidation meist auf den 21. Zyklustag. Bis dahin hat der Körper die Gebärmutterschleimhaut mit Hormonen auf die Einnistung vorbereitet.
Niemann-Pick-Krankheit (Morbus Niemann Pick, Niemann-Pick-Syndrom, Sphingomyelinlipidose)
Seltene Fettstoffwechselstörung, die auf einem erblichen Enzymdefekt beruht. Dabei speichert der Körper Fette aus der Gruppe der Sphingolipide in Leber, Milz, Lymphknoten und Knochenmark ab, anstatt sie abzubauen. Die klassische Form der Niemann-Pick-Krankheit beginnt bereits im Säuglingsalter. Leber, Milz und Lymphknoten der Betroffenen schwellen an, die Haut glänzt wächsern und im Bauchraum sammelt sich Wasser (Aszites). Die Betroffenen magern ab, verlieren Hör- und Sehvermögen und sterben oft schon vor dem dritten Geburtstag. Bricht die Niemann-Pick-Krankheit hingegen erst im Kindesalter aus, wachsen zwar Leber und Milz, das Gehirn ist jedoch nicht betroffen. Die langsam verlaufende Form der Niemann-Pick-Krankheit führt zum allmählichen geistigen Verfall.
Nierenadenom
Gutartiger Nierentumor. Das Nierenadenom geht von jenem Teil der Niere aus, der Harn produziert und damit den Salz- und Wasserhaushalt reguliert. Betroffen sind vor allem ältere Patienten. Sie bemerken den Tumor nur selten, da dieser nur langsam wächst und keine Beschwerden verursacht. Erst wenn der Tumor so groß ist, dass er auf andere Organe drückt, muss ihn der Arzt entfernen.
Nierenagenesie
Angeborene Fehlbildung, bei der dem Betroffenen mindestens eine Niere fehlt.
Nierenaplasie
Angeborene Fehlbildungen der Niere. Eine der beiden Nieren ist entweder auffällig klein, abnorm geformt, liegt an falscher Stelle oder weist flüssigkeitsgefüllte Hohlräume auf (Zystenniere). Embryonen mit einer beidseitigen Nierenaplasie sind nicht lebensfähig.
Nierenbeckenausgussstein (Ausgussstein)
Extreme Form des Nierensteins, bei der der Stein nahezu das gesamte Nierenbecken ausfüllt. Damit blockiert er den Raum, in dem die Niere den Harn zwischenspeichert, ehe sie ihn über die Harnleiter in die Blase weiterleitet.
Nierenbeckenkrebs (Nierenbeckenkarzinom)
Bösartiger Tumor im Nierenbecken, wo die Niere den Harn zwischenspeichert, ehe sie ihn an die Blase weiterleitet. Das Nierenbeckenkarzinom geht von der Gewebeschicht aus, die das Nierenbecken von innen auskleidet. Betroffen sind vor allem Männer zwischen 50 und 60 Jahren. Ein besonderer Risikofaktor ist das Rauchen. Weiterhin entsteht ein Nierenbeckenkarzinom, wenn Harnsteine die Nierenschleimhaut reizen oder bestimmte Schmerzmittel und krebserzeugende Stoffe (Karzinogene) auf das Nierenbecken einwirken. Anfangs verspüren die Patienten keine Schmerzen. Sie werden eher durch Blutspuren im Urin auf den Tumor aufmerksam. Erst in späteren Stadium, wenn der Tumor so groß ist, dass der Harn nicht mehr abfließen kann und sich in den Niere staut, stellen sich Harnwegsinfektionen und Flankenschmerzen ein. Der Arzt entnimmt die betroffene Niere vollständig. Würde er nur den Tumor entfernen, bestünde ein Rückfallrisiko von 30 %.
Nierenbeckenplastik (Pyeloplastik)
Chirurgischer Eingriff, der den Harn wieder leichter aus der Niere abfließen lässt. Ist das Nierenbecken vergrößert oder verformt, verkleinert es der Arzt. Ist der Harnleiter verengt, über den der Harn von der Niere in die Blase fließt, schneidet der Arzt den betroffenen Abschnitt heraus.
Nierenblutung (Nephrorrhagie)
Austritt von Blut aus der Niere. Das Blut geht in den Urin über, wo es mit bloßem Auge sichtbar ist. Mögliche Ursachen sind Tumoren, Nierensteine sowie Nieren- und Nierenbeckenentzündungen. Weitere Ursachen für Nierenblutungen sind Unfälle, bei denen die Nierenkapsel reißt, oder Blutgerinnsel, die Nierengefäße verstopfen. Auch die seltene Tuberkulose der Niere oder eine Überdosierung von gerinnungshemmenden Medikamenten äußert sich durch Nierenblutungen. Der Arzt klärt die jeweilige Ursache ab und behandelt den Patient entsprechend.